Physik-Arena


Zelte am Eichplatz
Vorträge mit Live-Experimenten wie im Physik-Hörsaal
(Mittwoch, 23.09. bis Samstag, 26.09. um 14:00 und 15:00 Uhr)


PaulusProf. Dr. Gerhard G. Paulus (Universität Jena)
„Von Abendrot, Regenbögen und Sonnenhunden“

Lichterscheinungen in unserer Erdatmosphäre haben die Menschen seit Jahrtausenden fasziniert. Dieser Vortrag beschäftigt sich mit der Entstehung des blauen Himmels, der Erklärung von Morgen- und Abendrot, den unterschiedlichen Färbungen der Wolken, dem Verständnis des Regenbogens, verschiedenen Erscheinungen der Fata Morgana sowie selteneren Phänomenen wie Halos um Mond und Sonne, Nebensonnen, Aureolen (sogenannte „Höfe‘‘) und Glorien. Die Phänomene werden durch eine ganze Reihe von interessanten Experimenten anschaulich dargestellt.

Mittwoch, 23.09. und Donnertag, 24.09., 14:00–15:00 Uhr, Zelte am Eichplatz


Lueders klProf. Dr. Klaus Lüders (Freie Universität Berlin)
„Licht physikalisch: Welle oder Teilchen?“

Was ist Licht physikalisch? Licht zeigt einerseits typische Wellenphänomene wie Beugung und Interferenz und lässt sich deshalb als elektromagnetische Welle beschreiben. Andererseits gibt es Experimente wie z.B. den  Photoeffekt, dessen Erklärung nur gelingt, wenn Licht durch Teilchen (Photonen) beschrieben wird, die sich entsprechend den Erhaltungssätzen von Energie und Impuls bewegen. Man spricht vom Welle-Teilchen-Dualismus, weil Wellen und Teilchen als verschiedene Erscheinungsformen ein und desselben physikalischen Gegenstandes betrachtet werden. Im Vortrag wird anhand ausgewählter Demonstrationsexperimente auf diesen Aspekt sowie auf die vielfältigen Lichteigenschaften und ihre Bedeutung für das tägliche Leben eingegangen.

Mittwoch, 23.09. und Donnertag, 24.09., 15:00–16:00 Uhr, Zelte am Eichplatz


Heintzmann klProf. Dr. Rainer Heintzmann (Universität Jena)
„Die Welt der Lichtmikroskopie“

Im Vortrag wird die Vielfalt optischer Methoden der Mikroskopie diskutiert. An Hand von Experimenten werden zahlreiche optische Phänomene vorgestellt und deren Einsatz in der Lichtmikroskopie aufgezeigt. Insbesondere wird demonstriert, wie sich mit technischen Möglichkeiten z.B. das Auflösungsvermögen und die Kontrastschärfe in der Lichtmikroskopie verbessern lassen und wie man zu einer 3-dimensionalen Erfassung von Objekten gelangt. Spektrale Untersuchungen erlauben außerdem, biologische Moleküle an ihrem ganz spezifischen Fingerabdruck im an der Probe gestreuten Licht zu identifizieren. Mit der Methode der strukturierten Beleuchtung lassen sich darüber hinaus  feinste Probendetails erkennen, wobei aus mehreren gemessenen Bildern ein hochaufgelöstes Bild errechnet werden kann.

Freitag, 25.09. und Samstag, 26.09., 14:00–15:00 Uhr, Zelte am Eichplatz


Schmidt klProf. Dr. Markus Schmidt (IPHT Jena)
„Optische Glasfaser – wie das Licht um die Ecke kommt“

Basis der heutigen schnellen Datenübertragung im Internet sind fast ausschließlich Lichtpulse, die die Informationen in Glasfaserkabeln über hunderte von Kilometer transportieren. Die Fasern sind typischerweise aus einer speziellen radialen Anordnung verschiedener Gläser aufgebaut, wobei sich die Geometrie über die Faserlänge nicht ändert.  Die Fasern sind so dünn wie ein menschliches Haar, so dass sie bequem gebogen werden können. Der technologische Durchbruch der Glasfasertechnik gelang durch die Verwendung hochreiner Gläser, die die Abschwächung des Lichts über die Kabellänge so klein halten, dass z.B. infrarotes Licht beim Durchgang durch einen 15 km langen Quarzglasblock nur um 50% geschwächt wird. Im Vortrag werden die wesentlichen physikalischen Eigenschaften optischer Fasern diskutiert sowie auf deren Herstellung und Bedeutung für das tägliche Leben eingegangen.

Freitag, 25.09. und Samstag, 26.09., 15:00–16:00 Uhr, Zelte am Eichplatz